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Standleitung - die ständige Internet-Verbindung mit den gleichen
Down- und Upload-Raten
Wenn man von "DSL-Standleitungen" spricht, dann sind DSL-Verbindungen
gemeint, die sowohl im Download als auch im Upload die gleiche Geschwindigkeiten
bieten. Aus diesem Grund nennen sich die Verbindungen auch "SDSL",
also symmetrisches DSL.
SDSL wird zumeist von Firmen gebucht, die eine permanente Verbindung
zum Internet benötigen. In den meisten Paketen wird deshalb auch
eine feste IP-Adresse mit angeboten, was heute bei IPn4 schon ein Luxus
ist. Über derartige Verbindungen werden dann zumeist auch interne
Netze (Intranet, Extranet) realisiert oder die Firmen bieten im Internet
eigene Service-Tools und Dienstleistungen an, die eine permanente Verbindung
zu den firmeneigenen Servern benötigen.
Ein Beispiel zum Einsatz einer SDSL-Leitung wäre ein Service-Dienst
für eine Bonitätsprüfung, die von einem Dienstleister angeboten
wird und von verschiedenen Kunden in Anspruch genommen werden. Denken Sie
beispielsweise an Online-Shops die bereits während des Bestellvorgangs
die Bonität des Kunden abprüfen lassen um ihm dann nach seiner
Bonität bestimmte Bezahlmöglichkeiten anzubieten. Eine weitere
Einsatzmöglichkeit wären beispielsweise Banken, die Online Kredite
anbieten und je nach Bonität die Höhe der Verfügbaren Kredite
mit den entsprechenden Zinskonditionen ausweisen. Oder auch (man verzeihe
mir das Thema) Erotik-Anbieter, die den Usern nur dann einen bezahlten Zugang
zu ihren Seiten gewähren, wenn vorher die Bonität des Kunden abgeklärt
ist.
Obwohl die große Nachfrage auf DSL-Verbindungen abgeklungen ist und
große Teile Deutschlands versorgt sind, gibt es dennoch einzelne Regionen,
die bisher auf Breitband-Internet verzichten müssen oder in denen lediglich
DSL-Alternativen angeboten werden. Sofern Sie sich für eine DSL-Standleitung
interessieren, sollten Sie zuvor die
Verfügbarkeit prüfen. Die im Internet angebotenen DSL-Verfügbarkeitsdatenbanken
sind im Großen und Ganzen identisch.
In der Fachsprache der Computertechnik wird eine Standleitung manchmal
auch als DDV (Datendirektverbindung) bezeichnet. Die Deutsche Telekom
hat den Ausdruck Direktrufnetz geprägt, eine Standleitung wurde als
ein Hauptanschluss für Direktruf (HfD) bezeichnet (Dies hatte die
Telekom seinerzeit in einer größeren Web
Promotion - Aktion bekannt gemacht).
Im Gegensatz zu SDSL gibt es "ADSL", also asymmetrisches DSL.
Bei ADSL ist die Download-Rate zumeist wesentlich höher als die Upload-Rate.
ADSL Leitungen werden von den meisten Bundesbürgern genutzt. Zumeist
kennt man diese Verbindungen einfach nur unter der Bezeichnung "DSL"
oder auch "VDSL". Je nach Höhe der Upload-Rate (bei gleichbleibender
Download-Rate) steigt der Kundenendpreis für das gebuchte Paket.
Für ADSL-Verbindungen ins Internet werden zumeist nur virtuelle
IP-Adressen genutzt. Die Internet-User greifen dabei aus einem Pool von
100 verschiedenen IP-Adressen zurück (die Zahl ist nur Beispielhaft
genannt), die dann im Rotationsverfahren der wieder freiwerdenden IP-Adressen
an andere User vergeben werden. Sie können sich bei einer ADSL-Verbindung
also nicht darauf verlassen, dass Sie jeweils die gleiche IP-Adresse nutzen.
ADSL-Verbindungen
kommen auch für sensible Datenverbindungen wie beispielsweise Online-Banking,
bzw. Homebanking, Tagesgeldkonto Sparkasse oder auch Kredit-Vergleiche
zum tragen. In diesen Fällen wird dann allerdings eine gesicherte
Internet-Verbindung aufgebaut; Sie sehen diese Verbindung an die jeweilige
Internet-Adresse die mit "https" (man beachte das "s")
anfängt. Außerdem wird Ihnen unten im Browser-Fenster ein Schloss-Symbol
für die gesicherte Verbindung angezeigt. Diese Verschlüsselungen
sind nach dem heutigen Standard relativ sicher. Bei diesen Geldtransaktionen
brauchen Sie sich regulär keine Sorgen über die Datensicherheit
zu machen.
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